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Wenn Kontra K rappend und singend aus seinem Leben erzählt, klingen eigentlich immer Himmel und Hölle zugleich an. Das ist auch bei der aktuellen Single „Follow“ wieder so. Hier hört man den Berliner Rapper mit Kollege Sido und der wundervollen Sängerin Leony – die im Refrain DIE Hookline aus Lykke Lis Überhit „I Follow Rivers“ singt. Kontra rappt anfangs genau von den Polen, die sein Leben prägten: „Du machst mich süchtig, für dich sterb ich immer wieder / Selbst Opium ist schön, bis man es zu Heroin macht / Sag nur, wohin (wohin), und ich folg dir jeden Schritt / Von mir aus in die Hölle und zurück (in die Hölle und zurück).“

Auch wenn wir es bei „Follow“ mit einem starken Pop-Song mit Rap-Parts zu tun haben, wird Kontra Ks neues Album eine andere Richtung einschlagen. In Richtung „Rockmusik“ solle es gehen, sagt er im Vorfeld und erklärt: „Ich hatte 808s einfach satt, genauso wie Katzengejammer“, erklärt Kontra K die musikalische Neuausrichtung. „Deswegen habe ich mir gedacht, dass ich mal zu altbekannten Mitteln greife. Back to the roots. Also haben wir bei der Produktion mehr auf echte Gitarren und echte Drums gesetzt.“ Herausgekommen ist das Album „Für den Himmel durch die Hölle“, auf welchem die Genregrenzen nicht nur verschwimmen, sondern auch ganz groß der Mittelfinger gezeigt wird: Handelt es sich noch um klassischen Hip-Hop oder schon um straighten Rock? Und ist das nicht im Grunde, pardon, scheißegal? Gemeinsam mit den beiden Multiplatin-Produzenten Beatzarre und Djorkaeff hat Kontra K genau diesem Gefühl einen eigenen Sound gegeben.

„Manchmal ist es besser, Musik wieder so zu machen, wie man sie fühlt“, sagt Kontra K. „Mit echter Liebe, aber auch echtem Hass und einer kompromisslosen, ungeschönten Art, mit dieser Welt umzugehen. Ich glaube, dass Liebe und Hass ganz nah beieinander liegen. Ying und Yang. Liebe und Hass ist alles. Wenn man überlegt, was man sagen muss und wie man‘s sagt, und wer es wie hören will, dann wird man leider unecht und es ist schöner, lieber eine klare Kante zu zeigen. Ein Mensch zu sein, der noch ausspricht, was er denkt, statt zurückzuhalten und sich auf die Wange zu beißen, bis man Blut spuckt.“

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